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Wie läuft die Bauerneuerung in der Oberträgerbeute?

Klassisch werden die Waben mit der Honigernte erneuert. Neue Oberträger mit Anfangsstreifen werden fluglochnah eingehängt und mit jedem neuen Oberträger mit Anfangsstreifen wandert die Wabe nach außen. Dort wird bevorzugt Honig eingelagert. Leider funktioniert dies nur bedingt gut. Einige Waben können auch bei der Frühjahrsdurchschau entnommen werden. Der Vorgang kann auch durch ein Absperrgitter unterstützt werden. Außerdem werden die Waben schöner ausgebaut, wenn der Oberträger mit Anfangsstreifen zwischen zwei ausgebaute Waben gehängt wird. manche Leute übernehmen die Vorstellung nur Honig aus Jungfernwachs (unbebrütet) pressen zu wollen und für Wabenhonig kommen bebrütete Waben nicht in Frage.

Die Lösung

Mit der Totalbauerneuerung mit dem Abräumen (letzte Ernte) habe ich schlechte Erfahrungen gemacht (viel Wildbau, Wabenabriss, spätes Auffüttern,...) deshalb ist es sicherer und einfacher analog zur "Brutscheune" ein Volk in Wabenableger als "Wabenscheune" und Flugling zu trennen, Da sich das Verfahren auch noch mit der Königinnenerneuerung kombinieren lässt, habe ich es dort beschrieben.

Sollte Honig aus bebrüteten Waben grundsätzlich nicht genutzt werden?

Eine saubere Sache... zwo

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Wenn die Biene sich von der Made zum fertigen Insekt verwandeln, bereitet sie die Zelle für die nächste Larve vor. Der Darm der noch als geschlossener Sack war, bildet sich vollkommen aus und die Made scheidet einmalig den gesamten Kot aus, der sich in Ihrem Darm während der gesamten Larvenzeit angesammelt hat. Die Larve häutet sich und kleidet die Zelle komplett mit ihrer abgestoßenen Madenhaut [MH] aus. Der abgesetzte Kot [LK] wird vollständig eingeschlossen. Die Zelle durch die Schichtung der Häute [I.,II.,III.;...] enger und kürzer. In diese frisch tapezierte Kammer kommt Pollen, Honig oder ein neues Ei. Nur unbebrütete Waben zur Honiggewinnung heranzuziehen halte ich daher für übertrieben. Das Bienenvolk wächst natürlich von oben nach unten und von innen nach außen, so dass die meisten Zellen bereits bebrütet waren, bevor Honig eingelagert wird. Die ausschließliche Verwendung von unbebrüteten Honigwaben war lange nur in anglikanischen Ländern üblich, in denen ein extrem heller, klarer Honig angestrebt wurde und etwas stabilere Halbzargen für díe Honigräume verwendet werden. In Beuten mit fixen Bruträumen, wie es bei Blätterstöcken, Auszugsbeuten oder auch bei Lagerbeuten gegeben ist, werden zur Senkung des Schwarmtriebes immer wieder gedeckelte Brutwaben aus dem Brutraum in den Honigraum umgehängt. Durch dieses Umhängen, ist es dann wenig sinnvoll auf den Honig aus diesen bebrüteten Waben zu verzichten. Auch ist auf diese Weise eine kontinuierliche Wabenerneuerung besonders leicht möglich. Zusätzlich haben bebrütete Waben eine deutlich erhöhte Stabilität. Gerade im Naturwabenbereich ist die erhöhte Stabilität ein großer Vorteil, wenn man keinen Wabenhonig gewinnen möchte.

 

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2019-12-08