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Wie verkaufe ich Presshonig?

Wenn man Übermengen hat, die man:

  1. nicht nutzen kann,
  2. nicht an Verwandte, Freunde, Nachbarn, als Dankeschön oder Mitbringsel verschenkt,

bietet es sich an, diese an einen Kirchen- oder Vereinsbasar zum Verkauf zu verschenken. Eine gute Tat in jedem Sinne.

Sichtbares Angebot durch eine Lichtbox mit prägnantem TextSichtbares Angebot durch eine Lichtbox mit prägnantem Text

Geht das nicht oder will man bewusst ein lokales Angebot setzten, dann verkauft es sich am besten über Mund-zu-Mund-Propaganda. Bleibt dann noch etwas übrig, dann finde ich, passt ein Verkaufsstand mit einer Vertrauenskasse am besten zum Hobbyimkern in einer Oberträgerbeute. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Niemand muss zu Hause sein.
  2. Es klingelt nicht immer im falschen Augenblick an der Haustür.
  3. Man kann den Verkauf allein organisieren.
  4. Es ist für kleine Mengen und ein lokales Angebot bestens geeignet.
  5. Der Stand dient selbst als Werbemittel.

Nicht verschweigen möchte ich die augenscheinlichen Nachteile:

  1. Man hat kein direktes Verkaufsgespräch, das Imker und Verbraucher zusammenbringt und in dem man auf besondere Vorteile hinweisen kann.
  2. Die Zahlungsmoral ist immer schlechter als die geäußerte Einstellung der potentiellen Kunden.

Meinen Verkaufsstand mit Vertrauenskasse habe ich aus einer älteren Oberträgerbeute mit Sichtfenster als Vater-Sohn-Projekt umgebaut. Das Sichtfenster wurde zur Eingriffsklappe mit Schaufenster. Ein Vogelhäuschen wurde zur Kasse umfunktioniert.

Kommt und kauft! Beute zur Verkaufsstelle mit Vertrauenskasse umgebaut.Kommt und kauft! Beute zur Verkaufsstelle mit Vertrauenskasse umgebaut.

Die Beute erhielt einen lose eingelegten Zwischenboden, der mit seitlichen Leisten fixiert wurde. Die Fluglöcher wurden von innen mit einer schwarzen Holzleiste verschlossen.

Doppelter Boden...Doppelter Boden...

 

Beim Anblick von vorne hat sich nicht viel geändert. Die Fluglöcher erscheinen offen zu sein.

beitseitigbeitseitig 

Am Aufhängungspfahl wurde die Vogelhauskasse angeschraubt. 

Um den Vogelkasten in eine passable Kasse umzufunktionieren wurde:

  1. ein schmales Metallblech eingesetzt, das innen festgeschraubt ist und so ein Abschließen mittels Vorhängeschloss ermöglicht,
  2. das Flugloch wurde eingeengt und ist in der Regel durch einen freischwingendes, herabhängendes Leistenstück von innen abgedichtet. So können sich keine Insekten und ähnlichen Tiere in die Kasse verirren.
  3. Die Kasse ist durch Schrauben von innen gegen ein Entwenden gesichert.
  4. Der Boden wurde noch mit einer Abschlussleiste versehen, um das Geld besser zu sichern.
  5. Die Schrauben der Frontklappe wurden mit Sekundenkleber unbrauchbar gemacht
    Bi-, Ba-, BienenkasseBi-, Ba-, BienenkasseDie Veränderungen des Vogelhäuschens zur Kasse lassen sich am besten in einer Schnittskizze veranschaulichen:

GeldsammelkastenGeldsammelkasten

 

Eine Holzkasse scheint nicht 100% sicher zu sein. Ist sie bei Gewalteinwirkung oder bei der Verwendung von Werkzeug auch nicht. Aber sie schafft eine gewisse Hemmschwelle und bei Vandalismus ist die Sicherheit der Kasse das kleinere Problem. 

Anmerken möchte ich noch, dass für eine Vertrauenskasse ein Kassenbestandsbuch geführt werden muss.

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2020-03-29