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R.I.P. Wie töte ich ein Volk ohne Schwefel ab?

 Ruhe in FriedenRuhe in Frieden

In sehr seltenen Fällen kommt es vor, dass Völker, die sehr schwach sind und Krankheitsanzeichen (zahlreiche Kotspritzer auf den Waben im Frühjahr, massive Varroa im Herbst) zeigen, nicht mit einem anderen Volk vereint werden sollen oder dass man nur dieses eine schwache Volk besitzt. In diesem Fall kann es besser sein dieses Volk abzutöten. Der übliche Weg ist das Abschwefeln mittels Anzünden von Schwefelstreifen oder mit Schwefel aus Druckgasbehältern. Die Beute wird dicht verschlossen und eine Schwefeldose auf eine feuerfeste Unterlage (Fliese) neben dem Volk eingesetzt oder mittels Druckgasflasche mit einem Schlauch eingeleitet. Allerdings ist Schwefel wegen seiner Feuergefährlichkeit und der giftigen Abdämpfe nicht harmlos und für jeden und überall gut anzuwenden. Deshalb möchte ich hier eine Metheode nennen, die sich auch bei der Gewinnung von Bienenproben für Gesundheitsuntersuchungezn der Völker, bei der Abtötung von Drohnenbrut und Königinnen bewährt hat und ohne gefährliche Stoffe auskommt. Voraussetzung ist man hat ein Tiefkühlmöbel in der direkten Nähe der Bienenvölker, was für viele Hobbyimker zutrifft.

Das Volk wird vollständig in einen Eimer gekehrt, der mit einer Mülltüte ausgeschlagen ist. Während des Abkehrens wird das Volk gut mit Wasser eingenebelt, um die Kälteleitung zu verbessern, die Bienen leichter zusammenstauchen zu können und ein Aufliegen der Bienen zu verhindern. Wenn alle Bienen in der Tüte sind, werden die Bienen zusammengestoßen und der Beutel möglichst eng am Volk verschlossen. Die leeren Waben kommen in getrennte Müllbeutel. Dann kommen die Bienen und Waben für mindestens 4 Stunden in die Tiefkühltruhe.

Bei Verdacht auf Faulbrut, vor dem Handeln erst den Ortsveterinär oder Bienenseuchenverständigen informieren und das Vorgehen absprechen !

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2019-10-30