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Kann man in der Oberträgerbeute auch züchten?

Ja kann man und dies wird in anderen Ländern auch durchaus praktiziert. Für die Hobbyimkerei in Europa sprechen allerdings zwei entscheidende Faktoren dagegen:

1. Klassische Züchtung bedeutet Selektion. Also eine Auswahl der Besten, die allein zur Vermehrung zugelassen werden. Für eine Auswahl benötigt man aber mindestens 5 Völker, was für die meisten Bienenhalter, die die Oberträgerbeute einsetzen, nicht zutreffen dürfte.

2. Reichen die 23-27 Waben einer Oberträgerbeute, für das Entwicklungspotential  heutiger Spitzenvölker nicht aus. Um die Völker zu vergleichen, muss das Potential aber voll ausgeschöpft werden.

 

WeiselprobeWeiselprobe

Allerdings kann man Völker und Königinnen in der Oberträgerbeute selber vermehren. Hobbymäßig ist dies am einfachsten über die -Ablegerbildung möglich. Will man die Genetik wechseln, lässt man die Bienen in einem weisellosen Ableger über 7 bis 9 Tage Königinnenzellen anlegen, diese Zellen werden zerstört und den sogenannten Zuchtstoff (eigentlich Vermehrungsstoff) ersetzt. Hierzu hängt man in das Volk eine Wabe ohne Bienen oder ein Wabenstück, welches zum Beispiel mit einer Haarklammer oder zwischen zwei Holzstäbchen fixiert wird. 

ZuchtstoffZuchtstoff

Ein solches Stück Wabe mit jüngster Brut. kann man ach in ein Volk hängen, von dem man nicht weiß. ob es eine Königin hat. Ist das Volk weisellos wird es Königinnenzellen anlegen. Die Haarklammer darf allerdings nicht mit in die normale Wachsschmelze!

 

Wer mehrere Königinnen aus einem Volk will, kann auch eine ganze Brutwabe opfern und den Bogenschnitt, Zickzackschnitt oder die Miller-Methode anwenden.

 

vom Bogenschnitt zu Millervom Bogenschnitt zu Miller

 

 

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2019-08-09