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Wie werden die Oberträger vorbereitet?

Regula, unterm Richtbalken 

Um sicher zu sein, dass die Bienen die Oberträger als Bauorientierung akzeptieren und so die Waben frei beweglich  Am einfachsten sind die Dreiecksleisten, der Grat wird mit eine Pinsel mit etwas Wachs bestrichen. Basta!bleiben, legen wir Eiden Bienen eine Spur nicht aus Brotkrumen, nein, aus Wachs.

Variante 1Variante 1

Am einfachsten sind die Dreiecksleisten, der Grat wird mit eine Pinsel mit etwas Wachs bestrichen. Basta!

 Variante 3Variante 3

 

Relativ einfach ist es, eine Spur aus Wachs auf die untere Mittellinie zu spritzen. Dies ist wörtlich zu nehmen, da hierzu eine medizinische Spritze (10-20ml) ohne Nadel verwendet wird. Die Mittellinie wird angezeichnet und mit einem Nagel angerissen. Dieser Führung folgend, wir eine Wachslinie aufgebracht. 

Wie man dabei die Spritze hält, damit nichts ins Auge geht, ist weiter unten erklärt, wenn es um das Einlöten der Starterstreifen geht. 

 

SpurenlegerSpurenleger

 


NutNut

 

 

 

Nicht schwer aber etwas aufwendiger ist die Vorbereitung der Oberträger mit Mittelnut.

Hier müssen erst Starterstreifen vorbereitet werden. Wenn man noch kein eigenes Wachst verfügt, kann man (Bio-)Mittelwände in Streifen schneiden. Dabei sollte die Ursprüngliche Ausrichtung der Mittelwand (Prägung) beibehalten werden. Oder man stellt selber Starterstreifen ohne Prägung her. Der Prozess ähnelt der übliche Herstellung von Wachsweiselnäpfchen. 

  1. Eine Leiste (10 x 20 mm Querschnitt) wird mehrere Stunden in Wasser eingestellt.
  2. Die Leiste wird ca. 15 mal in flüssiges Wachs eingetaucht. (Dabei lässt man das gesamte noch flüssige Wachs wieder ablaufen, bevor man die Leiste wieder eintaucht. (So ist sicher, dass das nicht mehr Wachs wieder abschmilzt, als sich zusätzlich an der Leiste anlagert. (Man kann zwei Leisten im Wechsel benutzten.)
  3. Die Leiste mit dem Wachs wird in kaltes Wasser getaucht.
  4. Das erstarrte Wachs wird seitenweise mit einem Messer gelöst. Die breiten Streifen werden die Starterstreifen. Die schmalen Streifen werden wieder eingeschmolzen.
  5. Die leere Leiste wird in Wasser getaucht.
  6. Der Prozess beginnt von vorn.

StarterstreifensyntheseStarterstreifensynthese

One Pot oder Eintopf

Idealerweise hat man alles in einem Topf zur Herstellung und zum Einlöten von Starterstreifen.

  1.  Einkochautomat (Arbeitseinstellung 73° und Selbstreinigung Wachsbehälter von Wachsrändern innen 85° C)
  2. Hohe Glasflasche (Milch, Sause,...) mit Wachs zum Ziehen der Starterstreifen
  3. Holzleiste
  4. Kunststoffkelle zum Umfüllen von Wachs von 5 in 2.
  5. 5-Liter-Eimer mit Reservewachs und zum Einschmelzen von anfallenden Wachsabfällen im Prozess
  6. Spritze zum Einlöten der Starterstreifen.
  7. Trägerleiste für Spritzen (die Spritze muss bis zum Kolben im heißen Wachs zwischengelagert werden, um nicht zu verstopfen.)

[Und wie kriegt man den Einkochautomaten wieder sauber? Am einfachsten mit einem Fön und Küchenrolle.]

Die fertigen Starterstreifen werden mit flüssigem Wachs in der Nut der Oberträger eingelötet. Eine Leiste erleichert als seitliche Unterlage sorgt für den richtigen Winkel, damit das Wachs nicht zur Seite abfließt. (Fall die Oberträger Bohrungen enthalten, werden diese vor dem Einlöten mit einem Krümel Wachs verschlossen und nach dem einlöten mit einem Nagel wieder durchstoßen beziehungsweise freigelegt.)

Wichtig beim Einlöten:

  1. Die Spritze wird relativ steil gehalten (ca. 50°), damit das Wachs nicht daneben oder sogar ins Auge geht.
  2. Der Kolben wird nicht mit dem Daumen gedrückt, sondern mit der Handinnenfläche. (Die Kraft ist durch den zähen Wachs sonst nicht zu kontrollieren.)

 WarmlötenWarmlöten

 

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2019-10-30